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Oldtimer-Diebstahl: 5 Tipps, um es Langfingern schwer zu machen

Oldtimer-Ortung durch GPS-Ortungssysteme – Diebstahlschutz

Der Diebstahl des geliebten Young- oder Oldtimers ist so ziemlich das Schlimmste was einem Liebhaber klassischer Fahrzeuge passieren kann. Dank moderner Lösungen kann man das Diebstahlrisiko wesentlich minimieren. Im folgenden Artikel erklären wir, wie man den Diebstahl seines Oldtimers effektiv verhindern kann.

Bereits seit mehreren Jahren ist die sogenannte „Auto-Mafia" verstärkt im Oldtimer-Bereich auf dem Vormarsch. Daher wird es für Oldtimerbesitzer zunehmend wichtiger das Liebhaber-Stück vor Langfingern zu sichern. Doch welche Diebstahlschutz-Maßnahmen helfen das Albtraum-Szenario bestmöglich zu verhindern? Wir haben uns mit genau dieser Frage beschäftigt.

Abstellort mit Bedacht wählen

Der Abstellort des Oldtimers zählt zu den wichtigsten Faktoren, um einen Diebstahl zu vermeiden. Insbesondere öffentlich zugängliche Parkhäuser und Tiefgaragen bergen ein enorm hohes Risiko. Denn zahlreiche fremde Personen können die dort abgestellten Fahrzeuge sehen. Ein abgedeckter Wagen oder ein im hinteren Teil abgestelltes Fahrzeug wecken zusätzlich das Interesse von Kriminellen. Dank geringer Besucherfrequenz und wenig freier Sicht haben Autodiebe oftmals viel Zeit das Auto „zu knacken". Wer im städtischen Bereich auf eine öffentliche Tiefgarage angewiesen ist, sollte möglichst nicht einsehbare und getrennt abschließbare Bereiche, wie eine Einzelbox mit Rolltor, nutzen.

Fahrzeuge, die in Hallen stehen, werden oftmals unbemerkt aus dieser herausgerollt. Durch Sperren, wie einer massiven Schranke, wird der lautlose Diebstahl verhindert. Zudem sollte ein Alarmsystem mit Videoüberwachung genutzt werden. Diese sind inzwischen deutlich erschwinglicher geworden. Eine Einbruchmeldeanlage, welche einen (versuchten) Einbruch erkennt, einen akustischen Alarm auslöst und eine Notrufleitstelle informiert, gehört zu den sichersten, wenn auch teuersten Diebstahlschutz-Möglichkeiten.

Lenkrad- und Parkkrallen: Leider wenig wirkungsvoll

Da Oldtimer nicht über eine elektronische Wegfahrsperre ausgestattet sind, werden diese oftmals mit mechanischen Sperren vor dem unerlaubten Wegfahren geschützt. Am häufigsten kommen dabei Parkkrallen oder Lenkradschlösser zum Einsatz. Doch was nützen Lenkradkralle & Co.?
Diese Frage beantworten Sicherheitsexperten und Automobilklubs nahezu gleich: Die mechanischen Sperren helfen nur bedingt. „Die oft simplen Schließzylinder schrecken maximal noch Amateure ab", sagt Rainer Hillgärtner vom ACE. Zudem sind massive Parkkrallen im Alltag eher unhandlich, wenn auch etwas wirkungsvoller als Lenkradschlösser. Ein weiteres Problem ist, dass insbesondere Lenkradschlösser bei manchen Oldtimern schlichtweg wirkungslos sind. Zum Teil können die Lenkräder inklusive Lenkradschloss einfach komplett demontiert werden. (Beispiel: Porsche 356)

Alarmanlagen für Oldtimer

Alarmanlagen gehören zu den Klassikern des Diebstahlschutzes. Allerdings ist die Nutzung in Oldtimern oftmals problematisch. Nicht nur aufgrund des oft aufwändigen Einbaus und der weitläufigen Verkabelung, welche die Optik des Klassikers stört. Insbesondere bei Fahrzeugen mit 6-Volt-Bordnetz ist der Einsatz einer Alarmanlage zum Teil problematisch bis nicht möglich. Gern verwendete Motorrad-Alarmanlagen erweisen sich ebenfalls oft als zu simple Lösung für einen Oldtimer.

Stromkreisunterbrecher

Ein verdeckter Stromunterbrecher kann eine wirkungsvolle Ergänzung der Diebstahlsicherung darstellen. Dabei wird ein Stromkreisunterbrecher (idealerweise mehrere) im Motor- und Innenraum des Oldtimers verbaut. Durch deren Aktivierung wird das Bordnetz komplett lahm gelegt und das Starten des Fahrzeugs ist nicht möglich. Wird über den Winter die Batterie abgeklemmt, funktionieren viele dieser Systeme jedoch nicht mehr.

GPS-Tracker: unterschätzter Diebstahlschutz

Im privaten Bereich werden moderne GPS-Ortungssysteme immer noch unterschätzt. Zudem gelten effektive Systeme als sehr teuer – zu Unrecht. Denn professionelle Telematiksysteme zur einfachen GPS-Ortung gehören zu den Einsteigerlösungen. Daher sind diese auch deutlich kostengünstiger als Telematik-Alleskönner für den anspruchsvollen Einsatz in Speditionsfuhrparks.

Wie können GPS-Ortungslösungen bei Oldtimern eingesetzt werden?

Wer seinen Young- oder Oldtimer mittels GPS-Tracker schützen will, hat im Allgemeinen zwei Möglichkeiten:

  • Festeinbau einer Telematik—GPS-Ortungssystem
  • Flexibles GPS-Ortungssystems mit Akku

Hinweis: Plug-and-Play-Ortungslösungen für die OBD2-Schnittstelle entfallen, da weder Young- noch Oldtimer über diese verfügen. Zudem können derartige Ortungslösungen sehr leicht entdeckt und deaktiviert werden.

Beim sogenannten Festeinbau wird eine GPS-Ortungsbox direkt im Oldtimer verbaut. Die etwa zigarettenschachtelgroße Box kann versteckt im Motorraum oder unterm Armaturenbrett angebracht werden. Über das Bordstromnetz wird die Stromzufuhr gesichert. Sollte der Strom abgeklemmt werden, kann dank Notstromakku weiterhin die Position des Oldtimers für wenige Stunden übertragen werden. Sowohl die festverbaute als auch die mobile Version übertragen die aktuelle Position über das mobile Funk-Datennetz.
Besonders empfehlenswert für Oldtimer ist der Diebstahlschutz mit Hilfe einer autarken GPS-Ortungsbox, wie dem „YellowTracker mobile Xtreme". Diese Systeme können dank eines integrierten Hochleistungsakkus, über mehrere Wochen und Monate (ohne zusätzlichen Ladevorgang) betrieben werden. Neigt sich der Akku-Ladestand dem Ende sendet die Ortungsbox eine Benachrichtigung an den Besitzer oder einen anderen hinterlegten Kontakt. Dank der ultrakompakten und robusten Bauweise können die mobilen Ortungsgeräte nahezu überall am und im Fahrzeug angebracht werden. Da keine Kabel zum Gerät führen sind diese Ortungsboxen für Autodiebe besonders schwer zu finden. Ein weiterer Pluspunkt von Systemen wie dem YellowTracker mobile Xtreme ist das intelligente Spannungsmanagement. Dabei aktiviert die Ortungsbox einen „Schlafmodus" und deaktiviert alle Verbraucher, u.a. Sende- und Empfangseinheit. Damit habe sogenannte „Jammer" (Störsender), welche zum Auffinden von Ortungsboxen häufig durch „Langfinger" verwendet werden, keine Chance. Wird das Fahrzeug bewegt, reaktiviert ein integrierter Bewegungsmelder alle Funktionen.

Tipp: Akkubetriebene GPS-Tracker sind besonders für Oldtimer, die über den Winter mit abgeklemmter Batterie gelagert werden oder nur über ein 6-Volt-Bordnetz verfügen, empfehlenswert.

Diebstahl dank GPS-Ortung nahezu sofort bemerken

Oftmals bemerken Oldtimerbesitzer den Diebstahl ihres Fahrzeuges erst Stunden oder sogar Tage nach der Entwendung. Mit Hilfe des sogenannten „Geofencing" kann das Verlassen eines zuvor definierten Bereiches, etwa der Abstellort des Oldtimers über den Winter, sofort bemerkt werden. Verlässt das Fahrzeug das zulässige Gebiet löst die Ortungsbox sofort eine Alarmmeldung aus und sendet diese per SMS oder Email an definierte Empfänger. Dadurch können Gegenmaßnahmen (Informieren der Polizei, etc.) schnellstmöglich eingeleitet werden.

Größter Vorteil: Wiederauffinden bei erfolgten Diebstahl

Zwar verhindert die GPS-Ortungsbox den Diebstahl nicht, ermöglicht jedoch den Diebstahl zeitnah zu bemerken und das Fahrzeug wiederzufinden. Anders als ohne GPS Ortung kann der Diebstahl auch nach Verlassen des ursprünglichen Abstellortes noch vereitelt werden. Auch wenn das Fahrzeug in einen mit Alufolie ausgekleideten Lkw geladen wird, können hochwertige Systeme die exakte Position weiterhin übertragen. Es empfiehlt sich daher hochwertige, leistungsstarke Systeme zu verwenden.

Unser Fazit zum Diebstahlschutz für Oldtimer

Wer in Diebstahlschutz investiert, muss sich im Klaren sein, dass es einen hundert prozentigen Schutz nicht gibt. Alarmanlage, Parkkralle und andere Wegfahrsperren erschweren dem Autodieb lediglich die Tat. Je länger ein Diebstahlversuch dauert, umso höher ist die Gefahr für den Dieb und somit die Wahrscheinlichkeit, dass der Dieb ablässt. Hat der Autodieb Erfolg, ist ein hochwertiger GPS-Tracker mit langem Akkubetrieb die beste Chance, den gestohlenen Oldtimer zurück zu bekommen.

»GPS-Ortungssystem für Oldtimer

Bitte beachten Sie, dass die genannten Sicherungsmöglichkeiten nur eine Auswahl darstellen. Zudem sind viele Oldtimer-Diebstähle keine spontanen Diebstähle, sondern erfolgen im Auftrag. Wir empfehlen Oldtimerbesitzern Dieben keine unnötigen Anreize zu bieten. Insbesondere bei teuren Oldtimern empfiehlt es sich im Umfeld des regelmäßigen Abstellortes nicht übermäßig aufzufallen. Je anonymer und diskreter der Abstellort Ihres Fahrzeuges ist, umso geringer ist das Diebstahlrisiko.

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